BMW AG "schluckt" die Kartbahn Garching

Seit dem 1.1.2017 ist die Kartbahn geschlossen! Die Kartbahn musste zu Gunsten von PKW Stellplätzen (BMW Neuwagen) weichen.

Die Kartbahn polarisiert

(SZ vom 04.05.2017)

Die Grünen finden sie wichtig, der Bürgermeister ist skeptisch

Ob die Kartbahn noch einmal einen Neustart in Garching planen kann, ist noch nicht entschieden. Darüber wird wohl erst bei der Beratung des Bauantrags entschieden werden. In der Sitzung des Bauausschusses am Dienstagabend ging es um die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans, der einstimmig nach einigen kleinen Änderungen als Empfehlungsbeschluss an den Stadtrat durchging. Zur Kartbahn gab es eine längere Diskussion. Anlass war der Antrag, eine Sonderfläche für die Kartbahn auf einem Grundstück in Hochbrück nahe dem früheren Platz der Bahn auszuweisen.

Bisher wird dort Kies abgebaut. Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD) sah jedoch die Erschließung als fraglich an, vor allem, wenn dort auch Wirtschaftsgebäude entstehen könnten. Würde aber die Kanalisation dorthin verlegt, wäre das laut Gruchmann "der Startschuss für weitere Entwicklung und Erweiterung des Gewerbegebiets", was er kritisch bewertete. Bei ihm sei auch "kein einziger Jugendlicher aufgeschlagen", als die Kartbahn zur Jahreswende hatte schließen müssen.

In der Debatte zeigte sich, dass die Meinungen dazu kontrovers sind. Albert Biersack (CSU) wünschte sich, dass der Betreiber das Projekt im Stadtrat vorstellt. Aber auch er sprach davon, dass Erschließung und Lärmsituation noch nicht abschließend geklärt seien. Joachim Krause, Fraktionschef der SPD, berichtete von eigenen Erfahrungen: "Es war deutlich lauter als das, was angenehm ist." Die Leute, die das anhören hätten müssen, "hatten keinen Spaß". Und auch Florian Baierl, Sprecher der Unabhängigen Garchinger, sagte, "die Kartbahn war kein Pluspunkt für Garching, sie war insgesamt eine Negativeinrichtung".

Anders sahen das die Grünen. Dritter Bürgermeister Walter Kratzl betonte, die Bahn sei im Gegenteil eine wichtige Sache "für uns und unsere Jugend". Seine Fraktionskollegin Ingrid Wundrak fand, "das liegt dermaßen abseits, ich wüsste nicht, wer da belästigt werden sollte". Ulrike Haerendel (SPD) nannte die Argumente beider Seiten plausibel, meinte aber: "Wenn es mit einer Modernisierung einhergeht, spräche manches dafür, es in Garching zu belassen." Fortsetzung folgt.

Neustart für die Kartbahn

(SZ vom 02.05.2017)

Nach Schließung der Anlage in Garching-Hochbrück haben die Betreiber ein Grundstück ganz in der Nähe im Auge. Die Stadt ist skeptisch

Erst im Dezember läuteten die Totenglocken für die alteingesessene Kartbahn Garching-Hochbrück, jetzt könnte es noch einmal einen Neustart geben. Die Betreiber der alten Kartbahn haben sich mit einem neuen Konzept an die Stadt Garching gewandt. Ihre neue Bahn könnte in fast unmittelbarer Nachbarschaft zu alten Anlage entstehen, wenn die Stadt es genehmigt. An diesem Dienstag steht es auf der Tagesordnung im Bauausschuss unter dem Punkt Flächennutzungsplan. Noch haben nicht alle Fraktionen ihre Meinungsbildung abgeschlossen.

Die Kartbahn war eine Institution in Garching, viele Rennfahrer waren hier in ihrer Jugend unterwegs. Doch sie musste weichen, weil BMW den Platz brauchte, um seine Neuwagen abzustellen. Jetzt aber keimt Hoffnung auf, es könnten bald wieder Karts ihre Runden drehen. Die Betreiber haben den Stadträten einen Flyer zukommen lassen, um das Konzept vorzustellen. So ist beispielsweise geplant, diesmal auch Verkehrserziehung anzubieten, der ADAC sei an einer Kooperation interessiert, heißt es. Auch begleitetes Fahren wäre möglich und Leute, die einfach wieder Fahrpraxis gewinnen wollten nach längerer Pause, hätten ebenfalls hier die Gelegenheit. Die Betreiber gehen davon aus, mit Leih- und Rennkarts zu arbeiten. Der TÜV habe in einer Untersuchung bestätigt, dass Lärm "normalerweise kein Problem ist", sagt eine Vertreterin der Betreiber. Die Leihkarts seien eh leise und die Trainingszeiten der Rennkarts sowieso eingeschränkt. Zudem erwarten die Motorsportler, dass auch die Rennkarts bald mit Elektromotor unterwegs sind, zurzeit allerdings sei das noch nicht ganz ausgereift. In ihrem Flyer weisen sie darauf hin, dass ihr Angebot speziell auch für Jugendliche von Interesse sei.

Als neuen Standort haben sie ein Grundstück im Blick, auf dem momentan noch Kiesabbau stattfindet. Doch die Grube soll bis Ende des Jahres wiederverfüllt werden. Laut Sitzungsvorlage wäre das Grundstück geeignet, und auch die Vorgabe auf 1,37 Hektar Feldgehölze, Magerrasen und Feldhecken anzulegen, könnte erfüllt werden. "Das Vorhaben ist mit Vorgaben des Natur- und Landschaftsschutzes vereinbar", heißt es in der Vorlage. Kritisch gesehen wird allerdings die Erschließung, die über die Mallertshofer und Robert-Bosch-Straße erfolgen müsste. Ein Teilstück habe nur eine Breite von 2,50 Metern. Außerdem schreibt die Verwaltung, hätten sich Stadt und Untere Naturschutzbehörde darauf geeinigt, das Grundstück rasch zu rekultivieren, eine weitere Nutzung würde das ursprüngliche Ziel konterkarieren. Schließlich werden auch noch Bedenken wegen der Lärmbelästigung angeführt, "insbesondere für das Gewerbegebiet".

Bei den Fraktionen ist das Meinungsbild geteilt. Die Grünen befürworten das Projekt. "So viel haben wir hier nicht für die Jugendlichen, ich tät's zulassen", sagt Ingrid Wundrak. CSU-Fraktionschef Jürgen Ascherl spricht von einer "interessanten Sache", seine Partei wolle, "dass so was für Garching erhalten bleibt". Kritischer sehen es die SPD, die den Naturschutz und die Zufahrt anführt, und die Unabhängigen Garchinger: "Ich sehe es nicht ganz unproblematisch", sagt Fraktionschef Florian Baierl. Entschieden ist aber noch nichts.

 

Kartbahn München

Die Kartbahn Garching-Hochbrück ist seit 1960 die einzige Outdoor-Kartbahn in und um München. Die Bahnlänge beträgt 851 m und ist Austragungsort nationaler Wettbewerbe. Die Sicherheit der Bahn wird alle zwei Jahre vom DMSB geprüft.

Viele Gäste aus Österreich, Italien und England besuchen gerne und oft unsere Bahn und fühlen sich wie zu Hause.  

Für unsere Leihkartfahrer (Mindestalter 12 Jahre) stehen Karts der Marke „INTERKART“ mit einem Honda-Motor GX200 zur Verfügung. Die Helme werden von uns gestellt. Aus hygienischen Gründen ist eine Sturmhaube Pflicht. Es können eigene Helme mitgebracht werden. Gefahren wird bei uns ganz lässig in Jeans, Shirt/Pullover und Turnschuhen.

Viele Rennkartfahrer haben bei uns einen Garagen-Stellplatz gemietet und eine Jahreskarte gekauft. Ein Shop für Ersatzteile und Zubehör befindet sich in unmittelbarer Nähe und trägt zum ungetrübten Fahrvergnügen bei.

Die Zeitnahme erfolgt bei offiziellen Rennen über unseren Club (KCM München) sowie auch für jeden einzelnen Leihkartfahrer über unsere computergesteuerte Zeitmessanlage, die individuelle Platzierung und Rundenauswertungen ermöglicht.



Für das leibliche Wohl unserer Gäste ist bestens gesorgt, da sich direkt neben der Kartbahn eine Gaststätte mit Biergarten sowie eine erhöhte Freiterrasse befindet. Die Gaststätte wird in der Hauptsaison ganztägig von unserem Wirt betrieben und es werden auch spezielle Wünsche erfüllt.

Und – was das Beste ist: Bei uns fahren sie unter freiem Himmel und mit BENZIN!

Auf Ihr Kommen freut sich das Team

der Kartbahn München-Garching-Hochbrück.